• Borschemich
    SANKT MARTINUS
    Die katholische Kirche von Borschemich wurde 1907 erbaut und 2014 geschlossen.

Die Pfarrkirche St. Martinus ist ein Kirchengebäude in dem Erkelenzer Ortsteil Borschemich. Der Ort liegt im Abbaugebiet des Tagebaus Garzweiler und soll diesem in den kommenden Jahren weichen; daher entsteht im Norden von Erkelenz westlich von Mennekrath Borschemich (neu) als neuer Stadtteil von Erkelenz.

Die Kirche wird im Handbuch des Bistums Aachen offiziell so beschrieben: Einschiffige Backsteinkirche in drei Jochen im Langschiff, hinter spitz geschlossenem Triumphbogen schmäleres Chorjoch und dreiseitig geschlossener Chor; das Schiff hat spitzbogiges Kreuzgratgewölbe; der dreigeschossige Turm, 35 m hoch, steht an der Südecke der westlichen Vorhalle, 150 Sitz- und 100 Stehplätze.

Die katholische Pfarrkirche St. Martinus wurde in den Jahren 1906 und 1907 nach den Plänen des Kölner Diözesanbaumeisters Heinrich Renard unter der Leitung des Bauunternehmers Max Sauer aus Köln erbaut. Die feierliche Einsegnung fand am 27. Oktober 1907 durch Dechant Hermann Josef Kamp aus Erkelenz im Auftrage des Kardinals Anton Fischer von Köln statt. Am 9. Oktober 1915 erfolgte die Weihe der Kirche zu Ehren des Heiligen Bischofs Martinus durch den Kölner Weihbischof Peter Josef Lausberg.

In der kirchlichen Parkanlage zwischen Pfarrkirche und Haus Paland befindet sich eine 1921 errichtete Kreuzigungsgruppe, genannt „Lourdesgrotte“.

Die Figuren wurden bereits vor ein paar Jahren nach Borschemich (neu) überführt.

Sie 1911 erbaute Orgel wurde wegen des anstehenden Tagebaues bereits im März 2013 ausgebaut.

Sie wurde restauriert und in die Pfarrkirche St. Lambertus Erkelenz eingebaut. Seit der feierlichen Orgel-Neu-Weihe am 29. September 2013 ist sie dort als Chororgel im Einsatz.

In den Kriegsjahren wurden viele Glocken für Rüstungszwecke eingeschmolzen. Auf Grund des hohen Alters der Glocken wurde teilweise hiervon Abstand genommen.

Somit sind noch die alten Glocken vorhanden und in Gebrauch. Die Glocken werden vor dem Abriss aus dem Turm entfernt.

Obwohl fast ohne Einwohner_innen fanden bis November 2014 noch Gottesdienste in Borschemich (alt) statt. Dazu wurde ein Busshuttle zwischen altem und neuen Ort eingerichtet.

Am 23. November 2014 wurde der letzte Gottesdienst gefeiert und die Kirche profanisiert. Damit ist diese kein heiliger Ort mehr und kann abgerissen werden.