DOKUMENTATION GARZWEILER

Eine fotografische Dokumentation von Arne Müseler

Otzenrath

Otzenrath gehörte zusammen mit Spenrath und Holz zum
ersten Umsiedlungsabschnitt für den Tagebau Garzweiler II.
Der Abriss erfolgte bis 2008.

Otzenrath war der erste Ort den ich 2006 besucht habe. Der Ort war offensichtlich nicht mehr bewohnt und ein Großteil der Gebäude abgerissen. Nur noch das Dorfzentrum mit den beiden Kirchen, der Grundschule, dem Hauptplatz, dem Friedhof und dem Rittergut Leuffen stand noch.

Trotz des fortgeschrittenen Abrisses konnte man noch deutlich die Dorfstruktur erkennen und das Otzenrath ein netter Ort gewesen sein muss. Hier habe ich den Entschluss gefasst auch die anderen vom Tagebau Garzweiler II betroffenen Dörfer zu fotografieren und zwar von Anfang an.

2013
2000
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Zeitleiste Umsiedlung Otzenrath, Spenrath & Holz

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  1. Mai 1992

    Befragung Bevölkerung
    Bereits 1992 haben sich örtliche Initiativen gebildet, welche Bürgerbefragungen zur Wahl eines neuen Dorf-Standortes durchgeführt haben. Im Mai hat dann auch die zuständige Gemeinde Jüchen um Vorschläge der Bevölkerung gebeten.
  2. Juni 1992

    Mögliche Standorte
    Sieben Standorte wurden weiter verfolgt. Für Otzenrath/Spenrath waren dies Buschhof, Hackhausen-Nord, Quackshof, Jüchen-Nord und Bissen. Für Holz wurden Hochneukirch-Nord und Waat-Süd vorgeschlagen.
  3. Oktober 1992

    Befragung
    Nachdem nach diversen Voruntersuchungen vier potenzielle Standorte übrig blieben, wurde eine Haushaltsbefragung in Otzenrath, Spenrath und Holz durchgeführt. Die Bürger von Otzenrath und Spenrath entschieden sich für den Standort Hackausen-Nord, die Bürger von Holz für Hochneukirch-Nord.
  4. 1995

    Klage gegen Garzweiler
    Nachdem der Tagebau Garzweiler im März 1995 genehmigt wurde, dachte die Gemeinde Jüchen über eine Klage gegen den Braunkohleplan Garzweiler, mit dem Ziel, diesen zu verhindern. In einer Bürgerbefragung sprachen sich 74,5% aller Bürgerinnen und Bürger von Jüchen für eine Klage aus. Letztendlich scheiterte die Klage vorm Verfassungsgerichtshof im Jahr 1997.
  5. 1996

    Wahl Bürgerbeiräte
    Der Gemeinderat von Jüchen beschließt Bürgerbeiräte zur Beteiligung der betroffenen Bevölkerung an den anstehenden Entscheidungsprozessen einzurichten. Diese Bürgerbeiräte werden in Otzenrath/Spenrath gewählt, in Holz ernannt.
  6. 1999 - 2000

    Bebauungspläne
    Nach diversen Workshops, Ortsbegehungen und sonstiger Einbindung der Bevölkerung werden die Bebauungspläne von Holz und Otzenrath-Spenrath beschlossen.
  7. 6. August 1999

    Erster Spatenstich Otzenrath
    Im August 1999 wird mit dem feierlichen ersten Spatenstich mit der Errichtung der neuen Orte begonnen.
  8. 21. Oktober 2000

    Erster Spatenstich Holz
    Im Oktober 2000 wird auch in Holz der erste Spatenstich gesetzt.
  9. 25. Juli 2001

    Erste Bewohner im neuen Ort
    Im Sommer 2001 sind die ersten Häuser fertig und die ersten Umsiedler in die neuen Orte gezogen.
  10. 28. November 2004

    Entwidmung evangelische Kirche
    Am 28. November 2004 findet der letzte Gottesdienst in der evangelischen Kirche von Otzenrath statt.
  11. 5. Juni 2006

    Neue evangelische Kirche
    Im Sommer wird die neue evangelische Kirche in Neu-Otzenrath in Betrieb genommen.
  12. 18. Juni 2006

    Entwidmung katholische Kirche
    Im Juni 2006 wird mit einem letzten Gottesdienst die katholische Kirche von Otzenrath Entwidmet, damit ist sie nach Kirchenrecht ein normales weltliches Gebäude und kann abgerissen werden.
  13. 28. Oktober 2006

    Neue katholische Kirche
    Am 28. Oktober 2006 wird die neue katholische Kirche von Otzenrath geweiht.
  14. März 2007

    Abriss katholische Kirche
    Ab dem 8. März wird die katholische Kirche von Otzenrath abgerissen. Die Mittelsäule ist eingebaut, damit sie den Abriss unbeschädigt übersteht. Sie wird im neuen Dorf aufgestellt werden.
  15. März 2007

    Abriss evangelische Kirche
    Am 12. März wird die evangelische Kirche von Otzenrath abgerissen. werden.
  16. Juli 2007

    Letztes Gebäude in Otzenrath
    Im Sommer 2007 wird das letzte Gebäude von Otzenrath abgerissen: Die Grundschule in der ehemaligen Ortsmitte.
  17. Januar 2011

    Wasserturm wird gesprengt
    Mit der Sprengung des Wasserturms ist die Ortschaft Holz völlig planiert.
  18. Juli 2013

    Gutshof wird abgerissen
    Als letztes Gebäude von Otzenrath, Spenrath und Holz wird das Gut Spenrath abgerissen. Dieser wurde noch bis zum Schluss bewirtschaftet.
September 2006
April 2006
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Juli 2007
September 2006
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Dezember 2006
September 2006
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Juli 2007
Dezember 2006
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Juli 2007
Dezember 2006
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Zwölf Dörfer werden für den Tagebau abgerissen

Fünf Dörfer wurden bereits komplett zerstört, von einem ist fast nichts mehr über und sechs weitere werden zur Zeit umgesiedelt. Zwei bis drei Einzelhöfe, die endgültige Abbaugrenze ist noch nicht ganz sicher, werden gegen Ende des Tagebaus umgesiedelt werden.

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Historische Kartenübersicht des Tagebaus Garzweiler mit Ortsmarkierungen

Holz (alt)
† 2008

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Pesch (alt)
† 2014

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Otzenrath (alt)
† 2007

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Spenrath (alt)
† 2013

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Borschemich (alt)
† 2017

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Borschemich (alt)
† 2017

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Keyenberg (alt)
† ca. 2026

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Lützerath (alt)
† ca. 2022

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Immerath (alt)
† ca. 2022

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Kuckum (alt)
† ca. 2027

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Unterwestrich (alt)
† ca. 2027

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Oberwestrich (alt)
† ca. 2027

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Berverath (alt)
† ca. 2028

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Immerather Mühle
† 2018

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Immerather Dom
† 2018

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Kirche Keyenberg
† ca. 2024

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Eggerather Hof
† ca. 2030

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Roitzerhof
† ca. 2035

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Weyerhof
† ca. 2035

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Otzenrath (neu)
* 2001

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Spenrath (neu)
* 2001

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Holz (neu)
* 2001

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Immerath (neu)
* 2006

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Keyenberg, Kuckum, Westrich & Berverath (neu)
* 2016

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Borschemich (neu)
* 2006

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