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Dokumentation Garzweiler

Verlorenes
Land

Diese Seite ist zwar für Smartphones geeignet, aber auf großen Bildschirmen wesentlich umfangreicher und eindrucksvoller. 😉

Im Rheinland werden Dörfer abgerissen

Zwischen dem Jahr 2006 und 2038 sollen 12 Orte in der Nähe von Düsseldorf vollständig abgerissen werden. Unter den Dörfern liegt Braunkohle. Diese Kohle wird nicht, wie etwa die Steinkohle im Ruhrgebiet, unterirdisch („unter Tage“) abgebaut, sondern überirdisch in Form eines Tagebaus („über Tage“). Bei dieser Form des Abbaus wird zwangsläufig alles zerstört, was dem Tagebau im Weg ist. Nicht nur die Häuser werden abgerissen, sondern auch Kirchen, Friedhöfe, Denkmäler, Bäume, Bäche und Wälder.

Alles soll in dem großen Loch verschwinden. Die Dimension des Eingriffes in die Landschaft ist eigentlich kaum vermittel- oder darstellbar, wenn man nicht selbst vor Ort war. Der Einschnitt in das Leben der Menschen vor Ort ist massiv und viele Jahrzehnte präsent. Eine Umsiedlung von der ersten Planung bis zum Verschwinden des Ortes dauert ungefähr 15 Jahre. Die Gewissheit, dass die Umsiedlung kommen soll, besteht aber schon seit Jahrzehnten.

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Holz (alt)
† 2008

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Pesch (alt)
† 2014

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Otzenrath (alt)
† 2007

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Spenrath (alt)
† 2013

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Borschemich (alt)
† 2017

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Borschemich (alt)
† 2017

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Keyenberg (alt)
† 2023

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Lützerath (alt)
† 2020

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Immerath (alt)
† 2020

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Kuckum (alt)
† 2027

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Unterwestrich (alt)
† 2027

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Oberwestrich (alt)
† 2027

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Berverath (alt)
† 2028

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Immerather Mühle
† 2018

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Immerather Dom
† 2018

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Kirche Keyenberg
† 2023

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Eggerather Hof
† 2030

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Roitzerhof
† 2035

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Weyerhof
† 2035

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Otzenrath (neu)
* 2001

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Spenrath (neu)
* 2001

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Holz (neu)
* 2001

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Immerath (neu)
* 2006

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Keyenberg & Kuckum (neu)
* 2016

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Borschemich (neu)
* 2006

Der Tagebau Garzweiler II wandert von Osten aus dem Tagebau Garzweiler I nach Westen (rechts nach links). Fünf Dörfer sind bereits völlig zerstört, von einem Dorf stehen nur noch einzelne Häuser und die weiteren befinden sich im Umsiedlungsprozess. Die Karte zeigt den Abbaustand von 2018.

Eine Dokumentation zum Tagebau Garzweiler

Abriss der Kirche von Immerath im Januar 2018.

Seit 2006 wird im Tagebau Garzweiler II abgebaggert und genauso lange arbeite ich an dieser Dokumentation. Zuerst als kleines Fotoprojekt im Ort Otzenrath gestartet hat es sich zu einer umfassenden Dokumentation des Tagebaus Garzweiler II entwickelt. Unter dem Punkt Themen können Sie sich darüber informieren, was ein Tagebau überhaupt ist, oder wie Umsiedlungen funktionieren. Außerdem erfahren Sie, was mit den Kirchen der betroffenen Orte passiert.

Sie können sich auch zu jedem Ort der vom Tagebau Garzweiler II direkt betroffen ist informieren: Otzenrath, Spenrath, Holz, Pesch, Immerath, Lützerath, Borschemich, Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath.

Manche besondere Gebäude habe ich noch einmal beonders hervorgehoben: Der Immerather Dom, die Kirche von Keyenberg, die Mühle von Immerath und die drei Höfe um Holzweiler: Eggerather Hof, Roitzerhof und der Weyerhof.