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Lützerath

Der kleine Weiler mit 20 Bewohnern
muss dem Tagebau weichen.

Lützerath

Lützerath wird zusammen mit Immerath und Pesch seit 2006 umgesiedelt. Im Gegensatz zu den beiden anderen Orte ist Lützerath im Jahr 2019 noch komplett erhalten und von ca. 55 Einwohner*innen wohnen immer noch 20 Personen im alten Ort.

Lützerath wird nach Immerath (neu) umgesiedelt.

Lützerath im Januar 2018: Im Hintergrund ist der heranrückende Tagebau zu erkennen.

Zeitleiste Umsiedlung Immerath, Pesch und Lützerath

Standortfindung
Der Prozess der Umsiedlung beginnt mit der Suche nach einem geeigneten Standort für Neu-Immerath (mit Neu-Pesch). Die Stadt Erkelenz schlägt vier potenzielle Standorte vor, der Bürgerbeirat einen weiteren. Diese möglichen Standorte werden von der Bevölkerung diskutiert und besichtigt.
Wahl neuer Standort
Im November wurde eine Befragung aller Haushalte durchgeführt. Es wurde gefragt, an welchem Standort die neue Ortschaft entstehen soll: Kückhoven, Granterath, Erkelenz-Nord, Erkelenz-West oder Venrath. Gewonnen hat mit Abstand Kückhoven.
Befragung Teilnahme Umsiedlung
In einer zweiten Befragung wurde erhoben, wie viele Bewohner mit an den neuen Ort ziehen würden. Diese Befragung ergab eine potenzielle Umsiedlerquote von 66%.
Ausgestaltung des neuen Ortes
In einem mehrjährigen Prozess wird unter Beteiligung der Bevölkerung und eines Planungsbüros der Entwurf für Neu-Immerath erstellt und mehrmals überarbeitet.
Spatenstich
Im Frühjahr erfolgt der erste Spatenstich für Neu-Immerath. Als erstes wird die Infrastruktur (Kanäle, Leitungen, Straßen) errichtet, damit im Anschluß Die Bewohner mit ihren Neubauten beginnen können.
Erste Umsiedler
Im Frühjahr beginnen die ersten Umsiedler mit dem Hausbau am neuen Standort. Zu diesem Zeitpunkt sind 22 von 301 Anwesen in Immerath, Pesch und Lützerath an RWE verkauft.
Die Toten ziehen um
Ab Herbst 2009 wird damit begonnen, die Toten vom alten Friedhof auf den neuen Friedhof umzubetten. Dies passiert über mehrere Jahre, immer im Frühjahr und Herbst.
Der Abriss beginnt
In Pesch beginnt RWE damit erste Häuser abzureißen.
Haus Pesch wird abgerissen
Haus Pesch, ein ehemaliger Rittersitz mit Vorburg, wird abgerissen.
Baubeginn St. Lambertus (neu)
Im Herbst 2013 wird mit dem Bau der neuen Kirche in Immerath (neu) begonnen.
Immerather Dom wird entwidmet
Im Oktober 2013 wird durch das Verlesen eines Dekrets im Rahmen eines letzten Gottesdienstes, die Kirche von Immerath entwidmet.
Pesch ist Geschichte
Am 17. April 2017 werden die letzten beiden Häuser von Pesch abgerissen.
Weihe St. Lambertus (neu)
Im Frühjahr wird die neue Kirche in Immerath (neu) Ihrer Bestimmung übergeben.
Dom von Immerath wird abgerissen
Am 8. und 9.Januar wird die Kirche von Immerath, als eines der letzten Gebäude im Ort, unter großem Interesse abgerissen.
Abschluss der Umsiedlung
Obwohl noch wenige Anwesen in Immerath (alt) und Lützerath (alt) bewohnt sind, wird in Immerath (neu) der Abschluss der Umsiedlung gefeiert.
2001
November 2001
Sommer 2002
2003-2004
20. Januar 2006
15. März 2007
Herbst 2009
Februar 2010
März 2010
13. September 2013
13. Oktober 2013
17. April 2014
28. März 2015
Januar 2018
29. April 2017

Zwölf Dörfer werden für den Tagebau abgerissen

Fünf Dörfer wurden bereits komplett zerstört, von einem ist fast nichts mehr über und sechs weitere werden zur Zeit umgesiedelt. Zwei bis drei Einzelhöfe, die endgültige Abbaugrenze ist noch nicht ganz sicher, werden gegen Ende des Tagebaus umgesiedelt werden.

X

Holz (alt)
† 2008

X

Pesch (alt)
† 2014

X

Otzenrath (alt)
† 2007

X

Spenrath (alt)
† 2013

X

Borschemich (alt)
† 2017

X

Borschemich (alt)
† 2017

X

Keyenberg (alt)
† 2023

X

Lützerath (alt)
† 2020

X

Immerath (alt)
† 2020

X

Kuckum (alt)
† 2027

X

Unterwestrich (alt)
† 2027

X

Oberwestrich (alt)
† 2027

X

Berverath (alt)
† 2028

X

Immerather Mühle
† 2018

X

Immerather Dom
† 2018

X

Kirche Keyenberg
† 2023

X

Eggerather Hof
† 2030

X

Roitzerhof
† 2035

X

Weyerhof
† 2035

X

Otzenrath (neu)
* 2001

X

Spenrath (neu)
* 2001

X

Holz (neu)
* 2001

X

Immerath (neu)
* 2006

X

Keyenberg & Kuckum (neu)
* 2016

X

Borschemich (neu)
* 2006