• Borschemich
    HAUS PALAND
    Eine über 400 Jahre alte, ehemalige Wasserburg in Borschemich.

Das Haus Paland (von Pfahlland, da in diesem Sumpfland Häuser auf Pfählen gebaut wurden) liegt im Erkelenzer Ortsteil Borschemich. Hinter den Gartenanlagen der katholischen Pfarrkirche St. Martinus gelegen, besteht die ehemalige Wasserburg aus einer Vorburg und einem Haupthaus. Das Grabensystem wurde früher von der Köhm gespeist, ein Teil der Gräben ist noch erhalten. Haus Paland wird mit dem Ort in den nächsten Jahren dem Braunkohlentagebau Garzweiler II weichen müssen.

Das jetzige Gebäude wurde um 1600 erbaut, nachdem das alte Gebäude im Achtzigjährigen Krieg zerstört wurde. Das rheinische Geschlecht Palant gab in der Burg den Namen. Die Palants waren früher in zahlreichen Zweigen ausgebreitet und kommen auch als Schöffen und Schultheiße in Erkelenz vor. Zwei Jahrhunderte blieb das Haus im Besitz der Palant.

Blick von der Ecke “Von-Paland-Straße” und “St.Martinus-Straße” Richtung Haus Paland (Oktober 2013).

Die heute noch vorhandene, rechteckige, von tiefen Wassergräben umgebene Hauptburg aus der Zeit um 1600 enthält an der Südseite das zweistöckige Herrenhaus mit abgetrepptem und geschweiftem Giebel. Nach Osten schließt sich ein rechteckiger Turm an. Dieser Turm hat ein vierseitiges Pyramidendach, dessen Wetterfahne das Palantsche Wappen zeigt.

Haus Paland ist eine ehemalige Wasserburg, bestehend aus einer Vorburg und einem Haupthaus. Das Grabensystem wurde früher von der Köhm gespeist. Aufgrund der Sümpfung für den Tagebau Garzweiler I sind bereits seit Jahrzehnten alle Gräben ausgetrocknet.

Im Jahr 1837 wurde das Haus an die Familie Lörkens, in deren Besitz es bis heute ist. Das Foto zeigt das Familiengrab auf dem Friedhof Alt-Borschemich.

Der heutige Besitzer Wilfried Lörkens mit seiner Lebensgefährtin auf dem Schlossgrundstück im August 2014. Das Gelände ist bereits an RWE verkauft, wird aber noch von Herrn Lörkens bewohnt.